Enkirch
Heute möchte ich euch Enkirch vorstellen. Die letzten Tage haben wir mehrere Spaziergänge durch diesen wunderschönen Ort gemach.
Auf dem weg, morgens zum Bäcker oder Nachmittags zum Metzger, oder bei den Gassirunden mit Coockie, immer haben wir etwas neues entdeckt.
In dem gesamten Ort sind ganz besondere, liebevoll geschnitzte Straßennamen Schilder zu entdecken

In der kleinen Altstadt drängen sich alte Stein- und Fachwerkhäuser aneinander.
Es gibt mehrere Rundwege, wir haben uns für den ca. 2,8 Km lange Gässchen-Rundweg entschieden. Über den Gäßchen-Rundweg haben wir Enkirchs versteckte Winkel kennen gelernt. Er führte uns Abwechselnd auf historischem Gassenpflaster, Pfaden und Treppen oder auf so genannten alten Feuerlöschwegen durch die Altstadt, im ständigem auf und ab. Dem Motto romantisch, verwinkelt, malerisch, wurde der Rundweg mehr als gerecht.









Der Rundweg führt zum sogenannten Duckes, dem Preußischen Polizeigefängnis „uff Schaardt”.

vorbei am Drilles (Drehkäfig im Spielhaus)
Weltliche Bestrafungsart aus dem 16. Jahrhundert. Eingerichtet unter anderem, um die damaligen Moralvorstellungen durchzusetzen. Hier hatte sich eine Unsitte eingebürgert, die einigen Bürgern nicht passte und diese den Landesherrn informierten. Es wurden – ohne Hintergedanken – Mädchen versteigert. Hintergrund war nichts anderes, als dass die Jungen, die die Mädchen steigerten, sich verpflichteten, das ganze Jahr die Mädchen auf allen offiziellen Veranstaltungen freizuhalten. Da jede Sache 2 Seiten hat, haben sich die Mädchen ihrerseits verpflichtet, an Königtag, hier wurde 3 Tage gefeiert, alles zu bezahlen was von den Jungen konsumiert wurde. Dies war, so die Überlieferung, oft mehr als das was die Jungen für die Mädchen bezahlt hatten. Hatte man jemand bei einer solchen Versteigerung erwischt, egal ob Junge oder Mädchen, wurden diejenigen zu einem Tag Drehkäfig verurteilt. Der oder die Verurteilte wurde dann meist mit möglichst viel Bevölkerung in den Käfig gesperrt und jeder der vorbeiging konnte und durfte dann den Käfig drehen.


und zur evangelische Kirche mit einem deutschlandweit einmaligen Anbau. Der 1761 entstand, um den Blasebalg der Orgel darin unterzubringen. In der Kirche war dafür kein Platz. Leider ist die Kirche wegen Schäden im Deckengewölbe geschlossen.


Sogar eine gerettete Schiene der Moseltalbahn haben wir gesehensehen.

Bei einem Spatziergang haten wir das Glück und haben eine ganz private Führung erhalten. Hier durften wir uns ansehen wie die grade geernteten Trauben weiter verarbeitet werden. Anschließend hat uns der Mitarbeiter noch eingeladen uns die Tanks und das Lager anzusehen. Das war sehr interessant und wir konnten viele Fragen stellen.

